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Der Pool-Ratgeber – So wählen Sie die richtige Poolgeländer, Poolzäune und den passenden Schutz rund um den Pool aus

Die Sicherheit rund um den Pool ist keine Option – sie ist eine gesetzliche Verpflichtung. In unserem Pool-Ratgeber erfahren Sie, welche gesetzlichen Vorschriften gelten, wie Sie das richtige Poolgeländer oder den richtigen Zaun auswählen, welche Materialien chlor- und salzbeständig sind und wie Sie einen Pool gestalten, der sowohl kindersicher als auch einladend ist.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Schwimmbad und Sicherheit beginnen gleichzeitig

Der Bau eines Pools ist eine der größten Investitionen, die man in seinen Außenbereich tätigt. Er verändert die Art und Weise, wie der Garten genutzt wird, und schafft einen natürlichen Treffpunkt für Familie und Freunde – doch mit dem Besitz gehen auch rechtliche und moralische Verpflichtungen einher. Laut Statistiken der schwedischen Behörde für Zivilschutz und Katastrophenvorsorge (MSB) stellen Ertrinkungsunfälle in privaten Bereichen ein reales Risiko dar, das durch geeignete physische Absperrungen verhindert werden kann.

Dieser Pool-Leitfaden behandelt alles, was Sie wissen müssen, um einen kindersicheren Pool zu gestalten: Was das Gesetz über Ihre Verantwortung als Poolbesitzer vorschreibt, wann ein Poolgeländer, ein Poolzaun oder eine andere physische Absicherung erforderlich ist, welche Materialien der chlor- und chemikalienhaltigen Umgebung rund um einen Pool standhalten, wie Sie ein Geländer auf Beton, Holzterrasse oder Stein montieren und wie Sie sich zwischen einer Umzäunung, einer Sicherheitsabdeckung oder einem Sicherheitsnetz – oder einer Kombination daraus – entscheiden.

Ausführliche Informationen zu den grundlegenden Sicherheitsvorschriften findest du in unserem Sicherheitsleitfaden, der sich mit der BBR, der Fallhöhe und der Kindersicherheit im Allgemeinen befasst. Zur Materialauswahl und für weitere Informationen zu Geländern: der Geländer-Leitfaden. Zur Glasauswahl: der Leitfaden für Glas in Glasgeländern. Für Terrassenbereiche rund um den Pool: der Terrassen-Leitfaden.

Kurzantwort – Das Wichtigste zum Thema Sicherheit am Pool

  • Gesetzliche Anforderungen – Ein fest eingebauter Pool muss über eine ausreichende Unfallverhütungsvorrichtung verfügen.
  • Höhenvorschrift – mindestens 900 mm hohe Umzäunung rund um den Pool, 1.100 mm bei einer Fallhöhe von mehr als 3 m.
  • Die 100-mm-Regel – keine Öffnungen, die größer als 100 mm sind und durch die Kinder hindurchschlüpfen können.
  • Kletterverbot – keine horizontalen Streben, die als Kletterstufen dienen.
  • Material – Säurebeständiges AISI 316 oder pulverbeschichtetes Aluminium in chlorhaltiger Umgebung.
  • Haftung – Der Eigentümer der Immobilie trägt die rechtliche Haftung, unabhängig davon, ob Kinder zum Haushalt gehören.

Drei Wege zu einem kindersicheren Pool

Die Gesetzgebung in Schweden ist eindeutig: Ein fest installierter Pool oder ein Schwimmbecken muss über ausreichende Unfallschutzvorrichtungen verfügen. Gemäß den neuen Vorschriften des Boverket (BFS 2024:13) müssen die Schutzvorrichtungen so gestaltet sein, dass kleinere Kinder sie nicht überwinden können, und diese Anforderung an kindersichere Schutzvorrichtungen gilt nun unabhängig von der Größe des Pools oder der genauen Wassertiefe.
Die Absperrung muss dauerhaft sein und so gestaltet sein, dass Kinder nicht darunter hindurchkriechen oder darüber klettern können. Wie Sie diese Sicherheitsanforderung erfüllen, bleibt jedoch Ihnen als Grundstückseigentümer überlassen – und es gibt drei gängige Möglichkeiten.

Die erste Variante ist eine feste Umzäunung: ein Poolzaun oder eine Poolgeländer, die in der Regel mindestens 900 mm hoch ist, maximal 100 mm große Öffnungen aufweist und keine horizontalen Elemente enthält, an denen man hochklettern kann. Dies ist die gängigste und meist auch ästhetischste Lösung, da sie den Poolbereich optisch einrahmt und sowohl der Sicherheit als auch als Designelement dient. Glasgeländer sind hier eine beliebte Wahl, da sie den Blick auf den Pool nicht versperren.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Sicherheitsabdeckung über der Wasseroberfläche: eine Lamellenabdeckung oder ein festes Schwimmbaddach, das der Belastung durch eine erwachsene Person standhält. Die Abdeckung liegt auf der Wasseroberfläche, wenn der Pool nicht genutzt wird, und dient als physische Barriere, die ein Hineinfallen verhindert. Sie ist eine wirksame Sicherheitslösung an Orten, an denen ein festes Zaun nicht möglich ist, muss jedoch immer angebracht sein, wenn der Pool nicht in Gebrauch ist, um als Sicherheitsmaßnahme zu gelten.

Die dritte Möglichkeit ist ein Sicherheitsnetz: ein dichtes Netz mit einer Maschenweite von maximal 50 mm, das fest an den Beckenrändern verankert ist. Es wird vor allem als Ergänzung zu einer festen Umzäunung oder an Orten verwendet, an denen das Schwimmbecken vorübergehend nicht nutzbar ist. Ein Sicherheitsnetz allein wird im Allgemeinen als nicht ausreichend angesehen, wenn sich Kinder regelmäßig in diesem Bereich aufhalten.

Viele Poolbesitzer entscheiden sich für eine Kombination aus festem Zaun und Sicherheitsabdeckung – der Zaun dient als primärer Schutz, während die Abdeckung zusätzliche Sicherheit bietet, wenn der Pool nicht genutzt wird. Für Familien mit kleinen Kindern empfehlen wir stets diese Kombination.

Glasgeländer für den Pool – uneingeschränkte Sicht und von Natur aus kindersicher

Glasgeländer sind die beliebteste Wahl rund um private Schwimmbäder in Schweden – und das aus gutem Grund. Das Glas bietet einen freien Blick auf den Pool und den Garten, dient als wirksamer Windschutz, sodass die Wassertemperatur höher bleibt, und weist keinerlei Klettermöglichkeiten auf. Das macht das Glasgeländer aus Sicht der Klettergefahr zur kindersichersten Alternative: Ein Kind kann auf glattem Glas schlichtweg keinen Halt finden.

Für Glasgeländer rund um einen Pool ist stets Verbundsicherheitsglas vorgeschrieben. Normales Fensterglas ist in keinem Geländer zulässig und schon gar nicht rund um einen Pool, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass das Glas von weggeworfenen Spielsachen oder einem schwimmbegeisterten Kind getroffen wird. Im Poolbereich wird häufig 12,76 mm starkes, gehärtetes und Verbundsicherheitsglas empfohlen, da die Poolumgebung stärkeren Belastungen ausgesetzt ist als eine normale Terrasse – durch die Kombination aus Feuchtigkeit, Chlordämpfen, Temperaturschwankungen und möglichen Stößen durch Möbel oder Spielzeug.

Wenn Sie sich näher mit den verschiedenen Glasarten befassen und die richtige Farbe (klar, ultraklar, opal oder grau) auswählen möchten, lesen Sie unseren Leitfaden zu Glas für Glasgeländer. Klares oder ultraklares Glas wird am häufigsten an Pools verwendet, da der Blick auf die Wasseroberfläche im Vordergrund steht, aber opales oder graues Glas ist eine gute Wahl, wenn Sie den Poolbereich vor den Blicken der Nachbarn abschirmen möchten.

Die pfostenlose Lösung (Profilglas) ist im Poolbereich besonders beliebt, da sie den minimalistischsten und elegantesten Rahmen bietet – das Glas wird fast unsichtbar, und das Wasser, die Umgebung und der Himmel rücken in den visuellen Mittelpunkt. Diese Lösung erfordert jedoch immer 12,76 mm starkes, gehärtetes und Verbundglas, da das Glas den tragenden Teil des Geländers bildet.

Aluminiumgeländer für den Pool – leicht, korrosionsbeständig und lackierbar

Aluminium ist eine hervorragende Wahl für den Einsatz rund um einen Pool. Es ist von Natur aus korrosionsbeständig, widersteht chlorhaltiger Feuchtigkeit und ist zudem leichter als Stahl – was die Montage am Beckenrand erleichtert. Für diese anspruchsvollen Umgebungen wird pulverbeschichtetes Aluminium empfohlen, das einen zusätzlichen Schutz vor Chlordämpfen und der UV-Strahlung der Sonne bietet.

Pulverbeschichtetes Aluminium ist in allen RAL-Farben erhältlich – beliebte Farben rund um den Pool sind Weiß (RAL 9010), das ein mediterranes Flair vermittelt, Anthrazit (RAL 7016), das gut zu modernen Poolumgebungen passt, und Schwarz (RAL 9005) für einen stilvollen Kontrast zum blauen Wasser. Die Lackierung ist beständig gegen UV-Strahlung der Sonne und verblasst im Laufe der Zeit nicht so stark wie bei manchen lackierten Metallen.

Aluminiumgeländer werden häufig mit Glasfüllungen kombiniert, um die Stabilität des Geländers mit der freien Sicht durch das Glas zu verbinden – dies ist eine der am häufigsten nachgefragten Lösungen für Pools in privaten Gärten. Die Pfosten können zudem mit einer Abschlussleiste aus dem gleichen Material versehen werden, um ein geschlossenes Erscheinungsbild zu erzielen, oder mit einem Querstab aus Hartholz, der sich in der Hand wärmer anfühlt.

Wissenswertes über Aluminium rund um den Pool

Pulverbeschichtetes Aluminium hält am Pool viele Jahre lang, doch die Beschichtung kann durch starke Stöße beschädigt werden – was am Pool häufig vorkommt, da Möbel, Töpfe und Spielzeug oft über das Geländer gezogen werden. Dadurch kann chlorhaltige Feuchtigkeit eindringen und dazu führen, dass sich die Beschichtung ablöst.

Verwenden Sie zur Reinigung niemals Säuren, Chlor in konzentrierter Form oder Lösungsmittel direkt auf dem Geländer – dies beschädigt den Lack. Spülen Sie das Geländer nach dem Entleeren des Pools oder wenn Wasser mit besonders hohem Chlorgehalt darauf gespritzt ist, mit klarem Wasser ab.

Edelstahlgeländer für Schwimmbecken – AISI 316 säurebeständig ist vorgeschrieben

Hier begehen viele Poolbesitzer einen kostspieligen Fehler. Gewöhnlicher Edelstahl rund um einen Pool reicht nicht aus – es muss sich um säurebeständige Qualität (AISI 316) handeln. Standard-Edelstahl (AISI 304) ist in einer chlorhaltigen Umgebung nicht ausreichend, da die Chloride im Poolwasser und in der Luft rund um den Pool auch an „rostfreien“ Bauteilen Oberflächenrost verursachen.

AISI 316 enthält Molybdän, wodurch das Material deutlich widerstandsfähiger gegen Chloride ist. Es handelt sich um dieselbe Güteklasse, die auch im maritimen Bereich und in der chemischen Industrie zum Einsatz kommt. In unseren Konstruktionen wird standardmäßig säurebeständiges AISI 316 für alle Pool- und Außenprodukte verwendet – es lohnt sich jedoch, dies bei Bestellungen bei anderen Anbietern zu überprüfen, da der Preisunterschied zwischen den Güteklassen Hersteller manchmal dazu verleitet, AISI 304 zu liefern, ohne dies deutlich anzugeben.

Obwohl AISI 316 sehr widerstandsfähig ist, ist in einer Poolumgebung eine regelmäßige Pflege erforderlich. Chlordämpfe, die sich rund um den Pool ansammeln, können im Laufe der Zeit selbst an säurebeständigen Teilen Oberflächenrost verursachen, wenn diese nicht regelmäßig gereinigt werden. Spülen Sie das Geländer während der Poolsaison 1–2 Mal pro Monat mit klarem Wasser ab und wischen Sie es anschließend mit einem weichen Tuch vollständig trocken.

In direkt an das Meer angrenzenden Umgebungen (der Pool liegt weniger als 100 Meter vom Meer entfernt) sollte Stahl vollständig vermieden und stattdessen Glas oder pulverbeschichtetes Aluminium verwendet werden. Das Salz in der Meeresluft in Verbindung mit den Chloriden aus dem Poolwasser ist so aggressiv, dass selbst AISI 316 mit der Zeit Oberflächenrost entwickelt. Für Pools in Küstennähe sind Glasgeländer mit pulverbeschichteten Aluminiumpfosten die langlebigste Lösung.

Schnellvergleich: Schutzarten für Schwimmbecken

Hier siehst du die vier gängigsten Methoden zum Schutz eines Pools im direkten Vergleich – von festen Umzäunungen bis hin zu Sicherheitsnetzen – mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen sowie den geeigneten Anwendungsbereichen.

SchutzartSicherheitswertWartungGeeignet für
Glasgeländer rund um den PoolSehr hoch – keine Kletterelemente, freie SichtGering – nur PolierenFamilien mit Kindern, gestalterische Anforderungen
Aluminiumgeländer rund um den PoolHoch – hängt von der Füllung abSehr niedrigModerner Stil, Farbe nach Wahl
Poolzaun aus AISI 316Hoch – hängt von der Füllung abMittel – monatliche SpülungZeitloses Design, nicht direkt am Meer gelegen
Sicherheitsabdeckung (Lamellenabdeckung)Hoch, wenn es an seinem Platz istMittel – elektronische BauteileErgänzung zum festen Schutz
SicherheitsnetzMittel – kann entfernt werdenÜberprüfung bei jedem GebrauchVorübergehender Schutz, Winterzeit
Poolüberdachung (feststehend)Sehr hoch – physische BarriereNiedrig – mechanische InspektionGanzjahres-Pool, Versicherungsanforderungen
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Wählen Sie im Konfigurator den Geländertyp, die Höhe, das Glas und das Befestigungssystem aus – alles aus säurebeständigem Material und standardmäßig für den Einsatz im Poolbereich ausgelegt.

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Gestaltung rund um den Pool – Beton, Holzterrasse und Stein

Die Art und Weise, wie das Geländer rund um den Pool befestigt wird, ist entscheidend für die Stabilität – und die Umgebung eines Pools stellt besondere Anforderungen, da die Befestigung ständiger Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und möglichen Chlorspritzern ausgesetzt ist. Drei Untergründe sind rund um den Pool üblich: Betonkante (am häufigsten bei gemauerten Pools), Holzterrasse (bei in die Terrasse integrierten Pools) sowie Stein- oder Plattenbelag (bei Bodenpools im mediterranen Stil).

Bei der Montage auf einer Betonkante werden chemische Anker oder Spreizbolzen aus säurebeständigem Edelstahl verwendet. Es ist wichtig zu überprüfen, ob die Betonplatte ausreichend dick ist – oft mindestens 100–150 mm –, um der Linienlast des Geländers unter Belastung standzuhalten. Dünne Betonkanten können durch zu fest angezogene chemische Anker Risse bekommen; verwenden Sie daher stets die von uns für Ihren Geländertyp angegebenen Abmessungen.

Ein modernes Poolgeländer aus Milchglas, montiert auf einer Holzterrasse, mit einem spiegelglatten Pool im Vordergrund und majestätischen Bergen im Sonnenuntergang.
Poolgeländer aus Milchglas, montiert auf einer Holzterrasse

Bei der Montage auf einer Holzterrasse ist eine ordentliche Verstärkung unter dem Terrassendeck erforderlich. Ein häufiger Fehler ist es, das Geländer direkt an den Terrassendielen zu verschrauben – doch die Terrassendielen bieten nicht genügend Halt für die Belastung durch das Geländer. Bringen Sie unter dem Terrassendeck an der Stelle, an der das Geländer angebracht werden soll, einen Querstreben (einen stärkeren Balken, der die tragenden Balken kreuzt) an und verschrauben Sie das Geländer mit langen rostfreien Schrauben an diesem Querstreben. So sitzt das Geländer fest, auch wenn die Terrassendielen ausgetauscht werden.

Bei Steinplatten, Klinker oder anderen Bodenbelägen ist es wichtig, vor der Montage die Tragfähigkeit des Untergrunds zu prüfen. Dünne Außenplatten auf Sandbett sind nicht für die Befestigung von Geländern ausgelegt – in diesem Fall müssen die Platten mit einem stabilen Betonsockel ergänzt oder bis zu einer darunterliegenden Betonkante durchbohrt werden. Fordern Sie bei der Bestellung immer eine Montageanleitung von uns an – wir fügen Spezifikationen speziell für Ihren Untergrundtyp bei.

Achten Sie bei der Montage rund um den Pool besonders auf die Entwässerung. Das Wasser muss vom Beckenrand abfließen können, ohne sich an den Befestigungspunkten des Geländers anzusammeln. Stehendes Wasser in Verbindung mit Chloriden ist die Kombination, die sowohl rostfreies als auch pulverbeschichtetes Aluminium im Laufe der Zeit am stärksten angreift.

Chlor-, salz- und UV-beständige Materialien rund um den Pool

Die Umgebung in der Nähe von Wasser stellt für die meisten Materialien eine Belastung dar. Die Kombination aus Feuchtigkeit, Sonnenlicht und Chemikalien wie Chlor (oder Salz bei Salzwasserpools) stellt hohe Anforderungen an die Haltbarkeit – deutlich höhere als bei einer gewöhnlichen Terrasse oder einem Balkon. Bei der Auswahl der Materialien rund um den Pool müssen Sie drei Belastungsfaktoren gleichzeitig berücksichtigen.

Chlor und Chloramine greifen Metalle an. In chlorierten Schwimmbecken entstehen Chloramine, die sich in der Luft rund um das Becken anreichern, insbesondere an heißen Sommertagen mit geringer Luftbewegung. Die Chloramine lagern sich auf allen Metalloberflächen ab und können im Laufe der Zeit selbst an „rostfreien“ Bauteilen der Güteklasse AISI 304 Oberflächenrost verursachen. Aus diesem Grund ist die Verwendung von säurebeständigem AISI 316 oder pulverbeschichtetem Aluminium zwingend vorgeschrieben – es handelt sich nicht um eine gestalterische Entscheidung.

Ein pfostenloses Glasgeländer vor einem Pool, in dem sich Bäume spiegeln.
Säulenloses Glasgeländer vor einem Infinity-Pool

UV-Strahlung führt zur Zersetzung bestimmter Materialien. Kunststoff (PVC), Gummi und bestimmte Lackarten werden durch UV-Licht im Laufe der Zeit zersetzt. Am Pool – wo die Sonne oft direkt und ohne Schatten auf das Material scheint – ist der UV-Schutz ein wichtiger Faktor. Pulverbeschichtetes Aluminium weist eine gute UV-Beständigkeit auf, eloxiertes Aluminium sogar eine noch bessere. Glas wird von UV-Strahlung überhaupt nicht beeinträchtigt und ist daher eine der zeitlosesten Investitionen rund um einen Pool.

Salz (Salzwasserpools) wirkt noch aggressiver auf Metalle als Chlor. Wenn Sie einen Salzwasserpool besitzen oder planen, ist AISI 316 das absolute Minimum – und wir empfehlen, dies mit Schutzmaßnahmen wie regelmäßigem Abspülen zu kombinieren. Für Salzwasserpools in Küstennähe (Meeresbrise + Salzwasser) sind Glasgeländer mit pulverbeschichteten Aluminiumpfosten im Grunde die einzige Alternative, die dieser Umgebung langfristig standhält.

Kunststoffe und Verbundwerkstoffe werden manchmal als Füllelemente (Paneele) in Poolgeländern verwendet. Achten Sie darauf, UV-stabilisierte Materialien zu wählen, die speziell für den Außenbereich zugelassen sind – nicht UV-stabilisierter Kunststoff verblasst und wird innerhalb weniger Jahre am Pool spröde.

Weitere Informationen darüber, wie sich verschiedene Materialien im schwedischen Klima und in Küstengebieten bewähren, finden Sie in unserem Sicherheitsleitfaden, der sich allgemein mit Korrosionsbeständigkeit befasst.

Poolzaun und Umzäunung rund um den Pool

Poolzäune sind die gängigste und bewährteste Sicherheitslösung für private Schwimmbäder. Es handelt sich um eine dauerhafte physische Barriere, die einen abgegrenzten Bereich um das Wasser herum schafft und die gesetzlichen Anforderungen an eine „angemessene Unfallverhütungsvorrichtung“ direkt erfüllt – vorausgesetzt, sie ist korrekt ausgelegt. Gemäß den neuen Vorschriften des schwedischen Bauministeriums (BFS 2024:13) müssen die Schutzvorrichtungen so gestaltet sein, dass kleinere Kinder sie nicht überwinden können. Als Branchenstandard zur Erfüllung dieser Anforderung gilt, dass die Umzäunung bei normaler Fallhöhe mindestens 900 mm hoch sein sollte und bei einer Fallhöhe von über 3 Metern mindestens 1.100 mm (was bei Schwimmbecken selten der Fall ist, es sei denn, das Becken befindet sich auf einer erhöhten Plattform).

An Orten, an denen sich Kinder unter 12 Jahren aufhalten können, dürfen vertikale Öffnungen 100 mm nicht überschreiten, und der Abstand zwischen der Unterkante des Zauns und dem Boden darf nicht mehr als 100 mm betragen – andernfalls könnte ein Kind unter dem Zaun hindurchkriechen.
Das Kletterverbot ist bei Poolzäunen besonders wichtig, da der Pool genau der Ort ist, an dem Kinder dazu verleitet werden, darüber zu klettern, um ins Wasser zu gelangen. Horizontale Latten, Drähte oder Streben, die als Trittstufen genutzt werden können, sind zu vermeiden. Senkrechte Latten mit einem Mittenabstand von 8 cm, Glaspaneele oder dichtes Material sind am sichersten.

Die Wahl des Materials hängt vom Standort des Pools, der Umgebung und den ästhetischen Vorlieben ab. Glas rund um den Pool ist am beliebtesten, da es den Blick auf das Wasser nicht versperrt, einen natürlichen Kletter-Schutz bietet und leicht sauber zu halten ist. Aluminium ist eine gute Alternative, wenn Sie eine bestimmte Fassadenfarbe aufgreifen oder einen optisch klarer abgegrenzten Bereich schaffen möchten. Holz wird manchmal in ländlichen oder mediterran inspirierten Umgebungen verwendet, erfordert jedoch in feuchten und chlorhaltigen Umgebungen mehr Pflege.

Glasgeländer als Windschutz am Pool

Viele Poolbesitzer stellen fest, dass Windschutz mindestens genauso wichtig ist wie Sicherheit – wenn der Wind auffrischt, kühlt das Wasser schnell ab, die Badekleidung wird kalt und das gesamte Poolerlebnis wird beeinträchtigt. Ein Glasgeländer rund um den Pool vereint beide Funktionen in einer Konstruktion: Es dient als Sicherheitsbarriere UND als wirksamer Windschutz.

Glas schützt ebenso wirksam vor Wind wie eine dichte Holzverkleidung, lässt aber die Aussicht und das Sonnenlicht durch – zwei Aspekte, die für eine angenehme Poolumgebung von zentraler Bedeutung sind. Bei Pools in Küstennähe oder auf exponierten Anhöhen ist aufgrund der Belastung meist gehärtetes Lamellenglas oder gehärtetes und laminiertes Glas erforderlich. Das Glas trägt die Windlast und muss entsprechend dimensioniert sein.

Um eine maximale Wirksamkeit als Windschutz zu erzielen, sollte das Glasgeländer in voller Höhe angebracht werden – 1.100 mm sind wirksamer als 900 mm, da der Wind auf einer Terrasse oft in Knöchel- und Kniehöhe am stärksten ist. Bei größeren Pools oder Pools in sehr windigen Lagen kann es sich lohnen, das Glasgeländer an den am stärksten exponierten Seiten mit einem festen Windschutz zu kombinieren (Süd- oder Westseite sind auf schwedischen Grundstücken am häufigsten).

Denken Sie auch an die Temperatur der Pooloberfläche. Ein dichter Windschutz rund um den Pool hält die Sonnenwärme im Poolbereich zurück, wodurch die Luft- und Wassertemperatur höher bleibt. Das verlängert die Badesaison im Frühjahr und Herbst um mehrere Wochen – einer der am meisten unterschätzten Vorteile eines ordentlichen Windschutzes.

Tipps zum Windschutz für den Pool

Stellen Sie sich an einem windigen Tag an den Pool und spüren Sie, aus welcher Richtung der Wind weht. Davon hängt ab, wo das Glasgeländer in voller Höhe (1.100 mm) angebracht werden sollte und wo eine Höhe von 900 mm ausreicht. Oft reicht es aus, zwei Seiten des Pools windgeschützt zu gestalten, um einen deutlich wärmeren und ruhigeren Bereich zu schaffen.

Ergänzen Sie das Ganze gerne mit einer Pergola oder einer Markise an der Seite des Pools, an der der Wind kein Problem darstellt – das spendet Schatten, ohne die Aussicht zu versperren.

Sicherheitsabdeckung – Lamellenabdeckung und Schwimmbadüberdachung

Eine Sicherheitsabdeckung ist eine ergänzende Sicherheitslösung, die die Wasseroberfläche abdeckt, wenn der Pool nicht genutzt wird. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Sonnenabdeckung ist die Sicherheitsabdeckung so konstruiert, dass sie der Belastung durch eine erwachsene Person standhält, ohne zu reißen – was bedeutet, dass sie als physisches Hindernis gegen ein Hineinfallen dient.

Die Lamellenabdeckung ist die in Schweden am häufigsten verwendete Sicherheitsabdeckung. Sie besteht aus starren Lamellen (meist aus Polycarbonat oder PVC), die von einer motorisierten Welle am Rand des Schwimmbeckens über die Wasseroberfläche gerollt werden. Die Abdeckung trägt mehrere hundert Kilogramm und kann sowohl als Sicherheitsmaßnahme als auch zur Wärmespeicherung in kühlen Perioden eingesetzt werden. Die Anschaffungskosten sind hoch, dafür bietet sie eine lange Lebensdauer und erfüllt mehrere Funktionen.

Ein festes Schwimmbad-Dach stellt zwar eine ganz andere Investitionsklasse dar, bietet jedoch die effektivste Sicherheit und eine verlängerte Badesaison. Das Schwimmbad-Dach ist eine Konstruktion aus Glas oder Polycarbonat, die das gesamte Schwimmbecken abdeckt und zum Baden geöffnet oder zur Seite geschoben werden kann. Mit einem Schwimmbad-Dach kann das Schwimmbecken oft das ganze Jahr über genutzt werden, und der Wasserverlust durch Verdunstung wird drastisch reduziert.

Beide Lösungen gelten im Sinne des Gesetzes als Sicherheitsvorkehrung – solange sie vorhanden sind. Beachten Sie, dass eine Sicherheitsvorkehrung, die ausgefahren oder offen ist, die Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllt. Viele Versicherungsgesellschaften verlangen zudem eine dokumentierte Sicherheitsvorkehrung als Ergänzung zu einer festen Umzäunung, um Unfälle mit Kleinkindern abzudecken.

Bitte beachten Sie: Wir bei Räckesbutiken haben uns auf feste Geländer/Umzäunungen spezialisiert und verkaufen keine Schwimmbadüberdachungen oder Lamellenabdeckungen.

Sicherheitsnetz über dem Pool – wann und wo es funktioniert

Ein Sicherheitsnetz ist ein feinmaschiges Netz (Maschenweite max. 50 mm), das über die Öffnung des Schwimmbeckens gespannt und an den Rändern verankert wird. Es handelt sich um eine flexible Lösung, die vor dem Baden entfernt und nach der Nutzung wieder angebracht werden kann – allerdings hängt ihr Sicherheitswert davon ab, dass sie tatsächlich jedes Mal angebracht wird.

Sicherheitsnetze kommen vor allem in drei Situationen zum Einsatz. Erstens als Ergänzung zu einer festen Umzäunung – das Netz dient dann als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, wenn der Pool nicht genutzt wird. Zweitens als Winterabdeckung – das Netz hält Laub und Schmutz zurück und dient als Barriere. Drittens als vorübergehender Schutz bei Renovierungsarbeiten oder beim Verkauf der Immobilie – wenn der Pool vorübergehend nicht aktiv genutzt wird.

Ein Sicherheitsnetz allein wird im Allgemeinen als nicht ausreichend angesehen, wenn sich Kinder regelmäßig in diesem Bereich aufhalten. Der Grund dafür ist, dass das Netz bei jeder Nutzung aktiv gehandhabt werden muss – und wenn ein Erwachsener vergisst oder versäumt, das Netz wieder anzubringen, ist die Sicherheit erheblich beeinträchtigt. Für Familien mit Kindern unter 8 Jahren sollte das Sicherheitsnetz immer eine Ergänzung zu einer festen Umzäunung oder einer Sicherheitsabdeckung sein.

Technische Anforderungen: Die Maschenweite darf maximal 50 mm betragen, um zu verhindern, dass der Körper oder der Kopf eines Kindes hindurchrutschen kann. Das Netz muss an den Beckenrändern mit Befestigungen verankert sein, die der Belastung durch einen Erwachsenen standhalten, der sich gegen das Netz lehnt oder darauf fällt. UV-stabilisierte Materialien sind vorgeschrieben, da die Sonneneinstrahlung Standardnetze mit der Zeit zersetzt.

Sicherheitsnetz – wichtige Überlegungen

Das Sicherheitsnetz ist nur dann wirksam, wenn es tatsächlich angebracht und ordnungsgemäß verankert ist. Ein schlecht gespanntes Netz, ein Netz mit abgenutzten Befestigungen oder ein Netz, das nach dem Baden versehentlich nicht wieder angebracht wurde, bietet keinerlei Sicherheit – und kann im schlimmsten Fall ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln.

Überprüfen Sie das Sicherheitsnetz regelmäßig: Achten Sie auf abgenutzte Maschen, lose Befestigungen und UV-Schäden. Ersetzen Sie das Netz, sobald es Anzeichen von Alterung aufweist – in der Regel alle 5–8 Jahre, je nach Sonneneinstrahlung.

Gesetzliche Vorschriften und die Verantwortung des Grundstückseigentümers für den Pool

In Schweden wird die Sicherheit rund um private Schwimmbäder in erster Linie durch das Ordnungsgesetz und die Vorschriften des Boverket zu den Anforderungen an Grundstücke (BFS 2024:13) geregelt. Die Gesetzgebung ist eindeutig: Es liegt in der Verantwortung des Grundstückseigentümers, dafür zu sorgen, dass Kinder am Pool nicht zu Schaden kommen können. Dies gilt unabhängig davon, ob man eigene Kinder hat oder nicht – die Verantwortung erstreckt sich auch auf Nachbarskinder, Besucher und Unbefugte, die das Grundstück betreten.

Gemäß Kapitel 3, § 5 des Ordnungsgesetzes müssen Brunnen, Becken und ähnliche Anlagen mit einer ausreichenden Unfallschutzvorrichtung ausgestattet sein. Ergänzt wird dies durch die Vorschriften des schwedischen Bauamtes (Boverket), die nun festlegen, dass alle fest installierten Becken über eine Schutzvorrichtung verfügen müssen, die verhindert, dass kleinere Kinder daran vorbeikommen, und dies gilt unabhängig von der Wassertiefe des Beckens.

Die drei gängigsten Methoden zur Erfüllung der Anforderungen sind feste Umzäunungen (Poolzäune oder Poolgeländer), eine Sicherheitsabdeckung über der Wasseroberfläche oder Sicherheitsnetze. Umzäunungen müssen so gestaltet sein, dass sie nicht überkletterbar sind, und ausreichend hoch sein (mindestens 900 mm). Sicherheitsabdeckungen müssen der Belastung durch eine erwachsene Person standhalten. Sicherheitsnetze dürfen eine Maschenweite von maximal 50 mm haben und müssen ordnungsgemäß verankert sein.

Wenn Sie als Immobilienbesitzer diese Anforderungen nicht erfüllen, können Sie im Falle eines Unfalls sowohl zivilrechtlich (Schadensersatz) als auch strafrechtlich haftbar gemacht werden. Daher ist es wichtig, nicht nur die richtige Lösung zu wählen, sondern auch die Installation und Wartung zu dokumentieren – damit Sie nachweisen können, dass Sie Ihre Verantwortung ernst genommen haben, sollte es dennoch zu einem Unfall kommen.

Versicherungsgesellschaften haben oft eigene Anforderungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Manche Hausratversicherungen decken Unfälle nicht ab, wenn der Pool nicht fest umzäunt ist, selbst wenn eine Sicherheitsdeckung besteht. Prüfen Sie Ihren Versicherungsvertrag und informieren Sie die Versicherungsgesellschaft unbedingt darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen Sie getroffen haben.

Ausführliche Informationen zur rechtlichen Haftung und zur Dokumentation findest du in unserem Sicherheitsleitfaden.

RBU-Norm für Schwimmbadgeländer

Alle Poolgeländer von Räckesbutiken werden speziell für den Einsatz am Pool ausgelegt geliefert: AISI 316 säurebeständiger Edelstahl bei allen Produkten für den Außenbereich, sicherheitsgeprüftes Verbundglas, standardmäßig geschliffene Kanten sowie Befestigungssysteme, die für Betonkanten, Holzterrassen oder Steinplatten ausgelegt sind.

Lieferung und Fertigung – von der Bestellung bis zur Lieferung nach Hause

Die Lieferzeit für ein Poolgeländer hängt vom Geländertyp, den Maßen, der Materialauswahl, dem Glas, der Befestigung und eventuellen Anpassungen an die Form des Pools ab. Da Poolgeländer häufig speziell für die jeweiligen Projektanforderungen gefertigt oder angepasst werden, kann die Zeit von der Bestellung bis zur Lieferung variieren. Ihre Bestellung wird gesammelt versandt, sobald alle Teile fertig sind, sodass Sie die gesamte Bestellung in einer einzigen Lieferung erhalten.
Typ der PoolgeländerWas beeinflusst die Fertigung?Was beeinflusst den Zeitpunkt der Lieferung?
Glasgeländer rund um den PoolMaße, Glasart, Anzahl der Glasfelder, Pfosten, Klemmhalterungen und eventuelle QuerstrebenProjektumfang, ausgewählte Materialien und aktuelle Produktionsplanung
Säulenloses Glasgeländer rund um den PoolGlasstärke, Befestigungsart, Länge, Ecken und eventuelle SondermaßeAuswahl von Glas, Beschlägen oder Schienen sowie der Zeitpunkt, zu dem alle Teile der Bestellung fertiggestellt sind
Poolgeländer aus AluminiumHöhe, Länge, Farbauswahl, Pfosten, Befestigung und Wahl der Füllung, zum Beispiel Glas oder LamellenMaßanpassung, Farbauswahl, Anzahl der Komponenten und aktuelle Auftragsauslastung
Poolgeländer aus säurebeständigem EdelstahlMaterialqualität, Pfosten, Querstreben, Glas oder andere Füllungen sowie die Gestaltung des PoolbereichsProduktauswahl, Anpassungen, Verfügbarkeit und wann die gesamte Bestellung für eine Sammellieferung bereitsteht
Maßgeschneiderter Poolzaun oder PoolumzäunungDie Form des Pools, gerader oder geschwungener Verlauf, Ecken, Untergrund und Anschluss an die umgebenden FlächenProjektabmessungen, eventuelle Sonderanpassungen und aktuelle Produktion
Beschläge, Klemmhalterungen und ZubehörAuswahl der Befestigungen, des Materials, der Farbe und der Kompatibilität mit dem gewählten PoolgeländerZubehör, das Teil derselben Bestellung ist, wird zusammen mit dem Rest der Bestellung versandt.

Wenn Sie Ihr Poolgeländer konfigurieren, erhalten Sie eine genauere Vorstellung auf der Grundlage Ihrer Maße, Ihrer Materialauswahl und der Gegebenheiten Ihres Poolbereichs. Die endgültige Lieferzeit hängt vom Produkt, der Ausführung, eventuellen Sonderanpassungen und der aktuellen Produktionsauslastung ab. Bei Pools mit ungewöhnlicher Form, größeren Projekten oder besonderen Gegebenheiten vor Ort empfehlen wir Ihnen, sich vor der Bestellung an unseren Kundenservice zu wenden.

Wartung von Poolgeländern in chlorhaltiger Umgebung

Die Umgebung eines Schwimmbads gehört zu den anspruchsvollsten für Geländer, da dort Chlor, Feuchtigkeit und Sonnenlicht in hoher Konzentration auftreten. Die Pflege darf nicht vernachlässigt werden – und die richtige Pflege macht den Unterschied zwischen einem Geländer, das 5 Jahre hält, und einem, das 25 Jahre hält.

  • Während der Poolsaison (April bis Oktober): Spülen Sie das Geländer 1–2 Mal pro Monat mit klarem Wasser ab, um Chloramine und eventuelle Spritzer von chlorbehandeltem Wasser zu entfernen. Dies ist vielleicht der wichtigste Wartungsschritt am Pool – Chloramine sind unsichtbar, greifen die Materialien jedoch kontinuierlich an, wenn sie nicht abgespült werden. Verwenden Sie einen weichen Schwamm oder ein Mikrofasertuch.
  • Glasgeländer am Pool: Reinigen Sie die Glasflächen während der Poolsaison wöchentlich mit einem handelsüblichen Fensterreiniger und einem weichen Tuch – Spritzer aus dem Poolwasser führen sonst zu Kalkflecken und Salzablagerungen, die sich mit der Zeit immer schwerer entfernen lassen. Die Klemmhalterungen sollten 2–3 Mal pro Jahr nachgezogen werden, meist im Frühjahr und Herbst.
  • Pulverbeschichtetes Aluminiumgeländer: Während der Poolsaison 1–2 Mal pro Monat mit lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel abwischen. Verwenden Sie niemals Säuren, Chlor in konzentrierter Form oder Lösungsmittel – dies beschädigt die Lackierung. Bei kleineren Stoßspuren, die den Lack beschädigt haben: Sofort mit einem speziellen Ausbesserungslack in derselben RAL-Farbe ausbessern, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern.
  • Edelstahlgeländer (AISI 316): Während der Poolsaison 2–3 Mal pro Monat mit klarem Wasser abspülen. 1–2 Mal pro Jahr mit Edelstahlpolitur polieren, um die Oberfläche zu pflegen und Oberflächenrost durch Chloride zu verhindern. Entfernen Sie Metallpartikel von nicht rostfreien Stahlprodukten immer umgehend, wenn diese auf rostfreie Teile gelangen.
  • Winterroutine (November bis März): Leeren Sie den Pool oder befolgen Sie die Winterroutine des Poolherstellers. Entfernen Sie ein letztes Mal losen Schmutz von der Umrandung und spülen Sie alles mit klarem Wasser ab, bevor die Kälte einsetzt. Im Frühjahr: Überprüfen Sie alle Schrauben und Befestigungen, bevor die Poolsaison beginnt. Stoßspuren oder Abplatzungen im Lack/an der Oberfläche, die im Winter entstanden sind (z. B. durch Eis oder herabfallende Äste), sollten sofort behoben werden.

Reinigen Sie Aluminium- oder Edelstahlteile nicht an den heißesten Sommertagen – die Materialien können bei hohen Temperaturen Verfärbungen oder Flecken aufweisen. Warten Sie bis zum kühleren Morgen oder Abend.

Pflegehinweis: Halten Sie das Geländer frei von Chlorspritzern

Wenn Sie den Pool einer Schockchlorung unterziehen (in der Regel einmal pro Saison oder nach starken Regenfällen), decken Sie die Gartenmöbel in der Nähe des Geländers ab oder stellen Sie sie beiseite und spülen Sie das Geländer nach der Behandlung gründlich ab. Ein hoher Chlorgehalt in Kombination mit direkter Sonneneinstrahlung kann zu Verfärbungen führen und die Lebensdauer des Materials verkürzen.

Hängen Sie einen Zeitplan an den Kühlschrank: Woche 1: Das Gitter abspülen. Woche 4: Die Klemmen nachziehen. Woche 8: Die Befestigungen überprüfen.

Sicherheitscheckliste für den Poolbereich

Bevor Sie ein Poolgeländer oder einen Poolzaun bestellen – und auch während der gesamten Nutzungsdauer des Pools – sollten Sie diese Checkliste durchgehen, um sicherzustellen, dass der Bereich sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch die praktischen Sicherheitsanforderungen erfüllt:

  1. Messen Sie den Umfang des Pools und eventuelle Anpassungen an den Rändern (gerade Kante, Kurve, Freiform).
  2. Legen Sie die Geländerhöhe fest: mindestens 900 mm bei normaler Fallhöhe, mindestens 1.100 mm, wenn sich der Pool auf einer erhöhten Plattform mit einer Fallhöhe von über 3 Metern befindet.
  3. Stellen Sie sicher, dass keine Öffnungen größer als 100 mm sind, weder vertikal noch zwischen der Unterkante des Zauns und dem Boden.
  4. Wählen Sie das richtige Material für chlorhaltige Umgebungen: Glas (alle Glasgeländer sind geeignet), pulverbeschichtetes Aluminium (gute UV- und Chloridbeständigkeit), säurebeständiger Edelstahl AISI 316 (wenn Sie Wert auf eine edle Optik legen).
  5. Bestimmen Sie den Untergrund rund um den Pool: Betonrand, Holzterrasse oder Steinplatten – und wählen Sie das passende Befestigungssystem aus.
  6. Planen Sie, wie der Poolbereich kindersicher abgesperrt werden kann, insbesondere wenn die Umzäunung Öffnungen, Durchgänge oder Verbindungen zum Haus, zur Terrasse oder zum Garten aufweist.
  7. Ergänzen Sie die Sicherheitsvorkehrungen durch eine Sicherheitsabdeckung (Lamellenabdeckung oder Poolüberdachung), wenn Sie kleine Kinder im Haushalt haben oder regelmäßig Kinder zu Besuch kommen.
  8. Informieren Sie sich über die Bauvorschriften in Ihrer Gemeinde – in manchen gelten besondere Anforderungen hinsichtlich der Durchsichtigkeit von Poolzäunen oder deren Lage an der Grundstücksgrenze.
  9. Wenden Sie sich an Ihre Versicherungsgesellschaft und erkundigen Sie sich, welche Sicherheitsanforderungen diese für die Deckung von Unfällen am Pool stellt.
  10. Bestellen Sie im Konfigurator ein maßgeschneidertes Poolgeländer mit dem passenden Material und Befestigungssystem.
  11. Führen Sie die Montage gemäß der Anleitung durch oder buchen Sie unseren Montageservice für komplexe Poolformen.
  12. Richten Sie eine regelmäßige Wartungsroutine ein (siehe §15), damit das Geländer seine Sicherheitsfunktion langfristig erfüllt.

Für umgebungsspezifische Empfehlungen: der Sicherheitsleitfaden für gesetzliche Vorschriften und Haftungsfragen, der Geländerleitfaden für die Materialauswahl, der Glas-in-Glas-Geländer-Leitfaden für die Glasauswahl, der Terrassenleitfaden für Poolterrassen, der Balkonleitfaden für Balkone über dem Pool und der Treppenleitfaden für Treppen zum und vom Poolbereich.

Sind Sie sich nicht sicher, welches Poolgeländer zu Ihrem Pool passt?

Wenden Sie sich vor Ihrer Bestellung an unseren Kundenservice – wir helfen Ihnen dabei, den richtigen Zauntyp, die richtige Höhe, das richtige Material und das richtige Befestigungssystem entsprechend der Form und Lage Ihres Pools sowie Ihren Sicherheitsanforderungen auszuwählen. Sie erreichen uns per Telefon, Chat oder E-Mail.

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Häufig gestellte Fragen zu Poolgeländern und Poolsicherheit

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zu Poolgeländern, Poolzäunen und Poolsicherheit. Sollten Sie keine Antwort auf Ihre Frage finden, können Sie sich gerne an unseren Kundenservice wenden.

Bin ich gesetzlich verpflichtet, ein Poolgeländer um meinen Pool herum anzubringen?

Ja. Gemäß Kapitel 3, § 5 des Ordnungsgesetzes müssen Brunnen, Becken und ähnliche Anlagen mit einer ausreichenden Unfallschutzvorrichtung ausgestattet sein. In der Praxis bedeutet dies entweder eine feste Umzäunung, eine Sicherheitsabdeckung oder ein Sicherheitsnetz – oder eine Kombination daraus. Als Grundstückseigentümer tragen Sie die rechtliche Verantwortung, unabhängig davon, ob Sie eigene Kinder haben oder nicht.
Gemäß den Vorschriften des Boverket (BFS 2024:13) muss die Absperrung so gestaltet sein, dass kleinere Kinder sie nicht überwinden können. Als branchenübliche Praxis zur Erfüllung dieser Anforderung ist bei normaler Fallhöhe eine Höhe von mindestens 900 mm erforderlich. Befindet sich der Pool auf einer erhöhten Plattform mit einer Fallhöhe von mehr als 3 Metern, sind mindestens 1.100 mm erforderlich. Keine Öffnung darf vertikal mehr als 100 mm betragen, und der Abstand zwischen der Unterkante des Zauns und dem Boden darf nicht mehr als 100 mm betragen, um zu verhindern, dass Kinder darunter hindurchkriechen.
In einem Bebauungsplangebiet ist für einen gewöhnlichen Zaun oder ein Geländer mit einer Höhe von bis zu 1.100 mm in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Einige Gemeinden verlangen, dass die Umzäunung „luftig“ ist (mehr als 50 % Durchsicht) – Glasgeländer erfüllen diese Anforderung meist. Wird der Zaun näher als 4,5 Meter an die Grundstücksgrenze gesetzt, ist die Zustimmung des Nachbarn erforderlich. In denkmalgeschützten Gebieten oder bei K-gekennzeichneten Immobilien gelten besondere Vorschriften – erkundigen Sie sich immer bei der Bauaufsichtsbehörde der Gemeinde.
Glasgeländer sind oft die beliebteste Wahl, da sie die Aussicht nicht beeinträchtigen, als Windschutz dienen und von Natur aus kletterfest sind. Pulverbeschichtetes Aluminium ist dank seiner Korrosionsbeständigkeit und der Auswahl an RAL-Farben eine hervorragende Alternative. Für eine rostfreie Optik ist säurebeständiger Edelstahl AISI 316 erforderlich – Standard-Edelstahl (AISI 304) reicht in chlorhaltiger Umgebung nicht aus und bildet Oberflächenrost.

Sicherheitsnetze sind eine gute Ergänzung, gelten jedoch im Allgemeinen als nicht ausreichend, wenn sich Kinder regelmäßig in diesem Bereich aufhalten. Der Grund dafür ist, dass das Netz bei jeder Nutzung aktiv gehandhabt werden muss – wenn ein Erwachsener vergisst oder versäumt, das Netz wieder anzubringen, ist die Sicherheit erheblich beeinträchtigt. Für Familien mit Kindern unter 8 Jahren sollten Sicherheitsnetze mit einer festen Umzäunung oder einer Sicherheitsabdeckung kombiniert werden.

Während der Poolsaison (April–Oktober): Spülen Sie das Geländer 1–2 Mal pro Monat mit klarem Wasser ab, um Chloramine zu entfernen. Glasgeländer sollten wöchentlich gereinigt werden, um Kalkflecken zu vermeiden. Aluminiumteile werden monatlich abgewischt, Edelstahlteile 2–3 Mal pro Monat abgespült. Die Klemmhalterungen werden 2–3 Mal pro Jahr nachgezogen. Im Frühjahr: Überprüfen Sie alle Schrauben und Befestigungen, bevor der Pool in Betrieb genommen wird.
Seilgeländer können vom schwedischen Bauministerium (Boverket) als kletterbar eingestuft werden, da horizontale Seile als Kletterstufen fungieren – und gerade rund um den Pool ist das Kletterverbot besonders wichtig, da Kinder dazu verleitet werden, darüber zu klettern, um ins Wasser zu gelangen. Seilgeländer werden daher normalerweise nicht als primäre Schutzvorrichtung für Schwimmbecken empfohlen. Wenn Sie die Ästhetik der Seile nutzen möchten, müssen diese vertikal gespannt oder mit einem geschlossenen unteren Teil kombiniert werden.
Eine zertifizierte Lamellenabdeckung oder ein festes Schwimmbaddach, das der Belastung durch eine erwachsene Person standhält, gilt im Sinne des Gesetzes als Sicherheitsabdeckung – allerdings nur, wenn es angebracht ist. Wenn die Abdeckung während des Badens abgewickelt oder versehentlich nicht wieder angebracht wurde, erfüllt sie die Sicherheitsanforderungen nicht mehr. Für maximale Sicherheit empfehlen wir stets die Kombination aus fester Umzäunung (Primärschutz) und Sicherheitsabdeckung (zusätzliche Sicherheit, wenn der Pool nicht genutzt wird).
AISI 304 ist „gewöhnlicher“ Edelstahl und eignet sich gut für den Einsatz in Innenräumen und in geschützten Außenbereichen. AISI 316 ist säurebeständiger Edelstahl mit Molybdänzusatz, wodurch er deutlich widerstandsfähiger gegen Chloride ist. An Schwimmbädern, Salzwasserpools oder in Küstengebieten ist AISI 316 ein absolutes Muss – AISI 304 entwickelt bereits nach einer einzigen Saison in chlorhaltiger Umgebung Oberflächenrost.
Versicherungsgesellschaften haben oft eigene Anforderungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Manche Hausratversicherungen decken Unfälle nicht ab, wenn der Pool keine feste Umzäunung hat, selbst wenn eine Sicherheitsabdeckung vorhanden ist – andere verlangen eine dokumentierte Sicherheitsabdeckung als Ergänzung zur Umzäunung. Prüfen Sie Ihren Versicherungsvertrag, bevor Sie einen Pool oder eine Schutzvorrichtung installieren, und informieren Sie die Versicherungsgesellschaft darüber, welche Sicherheitsmaßnahmen Sie getroffen haben.

Kindersicherer Zugang zum Poolbereich – achten Sie auf Öffnungen und Zugänge

Eine Umzäunung rund um den Pool hat nur dann einen Sicherheitswert, wenn der Poolbereich tatsächlich verschlossen ist, wenn der Pool nicht genutzt wird. Daher ist es wichtig, bereits bei der Planung des Poolgeländers oder der Poolumzäunung alle Durchgänge, Öffnungen und Anschlüsse sorgfältig zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Poolbereich von der Terrasse, dem Garten, dem Wintergarten oder dem Eingangsbereich des Hauses aus zugänglich ist.

Falls die Umzäunung einen zu öffnenden Durchgang haben muss, sollte die Lösung so gestaltet sein, dass Kinder nicht ohne Aufsicht leicht in den Pool gelangen können. Selbstschließende und selbstverriegelnde Funktionen werden häufig im Poolbereich eingesetzt, doch die genaue Lösung hängt davon ab, wie der Poolbereich gestaltet ist, welche Materialien verwendet werden und welche Sicherheitsanforderungen für den Standort gelten.

Die 100-mm-Regel gilt auch für Öffnungen und Anschlüsse. Es dürfen keine Lücken vorhanden sein, durch die ein Kind hindurchkriechen, stecken bleiben oder die Absperrung überwinden kann. Der Abstand zwischen der Unterkante der Absperrung und dem Boden muss ebenfalls so gering sein, dass ein Kind nicht darunter hindurchkriechen kann.

Bedenken Sie außerdem, dass der Poolbereich unsicher werden kann, wenn Möbel, Blumentöpfe, Kisten oder andere Gegenstände in der Nähe des Geländers abgestellt werden. Auch wenn das Geländer selbst den Anforderungen entspricht, können Gegenstände in seiner Nähe als Kletterhilfe dienen. Daher sollte der gesamte Poolbereich unter Berücksichtigung der Kindersicherheit geplant werden – nicht nur das Geländer selbst.

Benötigen Sie Hilfe bei der Planung eines sicheren Poolbereichs?

Wir helfen Ihnen gerne dabei, das richtige Poolgeländer, die richtige Höhe, das richtige Material und die richtige Befestigung entsprechend der Form, der Lage und der Umgebung Ihres Pools auszuwählen. Falls der Poolbereich Öffnungen, Durchgänge oder besondere Sicherheitsanforderungen aufweist, empfehlen wir Ihnen, vor der Bestellung das Gesamtkonzept mit unserem Kundenservice zu besprechen.

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