Es gibt ein Maß, nach dem viele bei der Planung einer Treppe Ausschau halten – und eine weitere Eigenschaft, die für die Sicherheit noch wichtiger ist.
Das Maß ist die Höhe der Treppenstufe. Entscheidend dafür, ob sich das Gehen auf der Treppe sicher anfühlt, ist jedoch, wie gleichmäßig hoch alle Stufen sind.
Eine Treppe kann eine angenehme Stufenhöhe haben, aber dennoch unsicher sein, wenn auch nur eine einzige Stufe abweicht. Deshalb muss die Gleichmäßigkeit der Stufen an erster Stelle stehen, bevor Sie beurteilen, welche Maße optimal sind.

Die Gleichmäßigkeit übertrifft alle Erwartungen
Wir gehen oft Treppen hinauf, ohne auf jede einzelne Stufe zu achten. Nach zwei oder drei Stufen hat der Fuß gelernt, wie hoch die nächste Stufe ist, und der Rest der Bewegung erfolgt fast automatisch.
Ein Schritt, der von den anderen abweicht, unterbricht diesen Rhythmus. Der Fuß wird zu hoch oder zu tief gesetzt, und dadurch steigt die Stolpergefahr.
Der Unterschied muss nicht groß sein. Schon eine Abweichung von wenigen Zentimetern kann ausreichen, damit sich die Treppe ungewohnt anfühlt.
Maßnahmen, die funktionieren
Die unten aufgeführten Maße dienen als nützliche Anhaltspunkte bei der Planung einer Treppe. Stufenhöhe, Stufentiefe und Neigung sind in erster Linie eine Frage der Ergonomie und der branchenüblichen Praxis – es handelt sich nicht um feste Standardmaße, die für jede Treppe geeignet sind.
| Maße | Was normalerweise funktioniert | Kommentar |
|---|---|---|
| Stufenhöhe in Innenräumen | 16–18 cm | Übliche Branchenpraxis für eine bequeme Innentreppe, jedoch kein festgelegtes Maß gemäß den Vorschriften. |
| Stufentiefe in Innenräumen | Mindestens 25 cm | Sollte genügend Platz bieten, damit der Fuß stabil aufsetzen kann. |
| Stufenhöhe im Außenbereich | 13–16 cm | Niedrigere Stufen sorgen für eine flachere Treppe und können bei rutschigem Untergrund ein sichereres Gefühl vermitteln. |
| Stufentiefe im Außenbereich | 30–35 cm | Tiefere Stufen sind bei Außentreppen aus beispielsweise Stein oder Beton üblich. |
| Neigung in Innenräumen | 30–40 Grad | Steilere Treppen erfordern mehr Kraftaufwand und bieten weniger Platz für den Fuß. |
| Abstand zwischen den Stufen | Höchstens 100 mm | Vorschriften zur Verringerung des Risikos, dass Kinder durch die Öffnung fallen. |
Die Treppenformel
Es gibt eine alte Faustregel, die nach wie vor nützlich ist, wenn man die Stufenhöhe und die Stufentiefe gegeneinander abwägen muss.
Eine Stufe, die 17 Zentimeter hoch und 29 Zentimeter tief ist, ergibt nach der Formel 63 Zentimeter. Dies sorgt in der Regel für ein angenehmes Verhältnis bei einer gewöhnlichen Innentreppe.
Eine Stufe, die 20 Zentimeter hoch und 23 Zentimeter tief ist, ergibt ebenfalls 63 Zentimeter, aber die Treppe wird deutlich steiler und bietet weniger Platz für den Fuß.
Die Formel liefert daher keine einzige richtige Antwort. Sie gibt einen nützlichen Bereich an, in dem die Proportionen je nach Lage der Treppe und den Personen, die sie benutzen sollen, angepasst werden müssen.
- Angenehmere Proportionen
- 2 × 17 cm + 29 cm = 63 cm
- Steileres Verhältnis
- 2 × 20 cm + 23 cm = 63 cm
Im Freien wählt man oft niedrigere und tiefere Stufen
Außentreppen werden in der Regel flacher gestaltet, mit geringerer Stufenhöhe und größerer Stufentiefe. Dies eignet sich gut für Materialien wie Stein und Beton und bietet bessere Bedingungen, wenn Regen, Eis oder Schnee die Stufen rutschig machen.

Im Freien bewegt sich die Treppe
Eine Außentreppe, die bei ihrer Errichtung eben war, ist zehn Jahre später nicht unbedingt noch eben.
Frost und Bodenbewegungen können verschiedene Teile des Untergrunds anheben oder absenken. Inwieweit die Treppe davon betroffen ist, hängt unter anderem von ihrer Lage, der Fundamentierung und den Bodenverhältnissen ab.
Das Ergebnis kann das sein, was bei einer Treppe das größte Risiko darstellt: eine einzelne Stufe, die höher oder niedriger als die anderen geworden ist.
Messen Sie die Außentreppe nach einigen Wintern gerne noch einmal nach. Die Stufe, die auf den Boden trifft, ist oft die erste, die sich verändert, wenn sich der Untergrund verschiebt.
Das Geländer an der Treppe
In den Vorschriften ist keine genaue Mindesthöhe für Treppengeländer mehr festgelegt. Die Schutzvorrichtung muss jedoch so ausgelegt sein, dass sie das Verletzungsrisiko mindert und dynamischen Belastungen durch eine Person standhält.
- Das Treppengeländer
Die Höhe, die Befestigung und die Konstruktion des Geländers müssen gemeinsam bewertet werden. Ein Geländer muss entlang der gesamten Treppe ausreichenden Schutz bieten und der Neigung der Treppe ohne unsichere Unterbrechungen folgen.
- Der Handlauf
Ein Geländer auf beiden Seiten ist heutzutage die Regel und nicht die Ausnahme. Eine Lösung mit einem Geländer nur auf einer Seite muss daher anhand der Gestaltung und Nutzung der Treppe begründet werden können.
So geht’s – Schritt für Schritt
Gehen Sie von dem gesamten Höhenunterschied der Treppe aus und verteilen Sie die Maße gleichmäßig. Überprüfen Sie anschließend die Stufenhöhe, die Neigung, die Öffnungen und den Bedarf an Geländern.
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1
Messen Sie den gesamten Höhenunterschied
Messen Sie von der fertigen Boden- oder Geländeniveau am unteren Ende bis zur fertigen Höhe am oberen Ende, bevor Sie die Anzahl der Stufen festlegen.
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2
Die Höhe gleichmäßig verteilen
Teilen Sie den gesamten Höhenunterschied so auf, dass alle Stufen die gleiche Höhe haben. Verlegen Sie den verbleibenden Höhenunterschied niemals auf die oberste oder unterste Stufe.
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3
Überprüfen Sie dies mit der Treppenformel
Multiplizieren Sie die Stufenhöhe mit der Stufentiefe. Das Ergebnis sollte bei etwa 63 Zentimetern liegen, um ein angenehmes Verhältnis zu erzielen.
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4
Den Überstand der Stufe abziehen
Schätzen Sie die Trittfläche dort ein, wo der Fuß tatsächlich aufsetzen kann. Der Teil, der über die darunterliegende Stufe hinausragt, ist als Trittfläche nicht vollständig nutzbar.
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5
Wählen Sie eine Treppe im Außenbereich mit flacherem Anstieg
Niedrigere und tiefere Stufen bieten mehr Sicherheit, wenn Regen, Schnee oder Eis die Treppe rutschig machen.
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6
Überprüfen Sie den Abstand zwischen den Stufen
An Orten, an denen sich Kinder unter sechs Jahren ohne ständige Aufsicht aufhalten können, darf der Spalt zwischen den Stufen höchstens 100 Millimeter betragen.
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7
Handläufe auf beiden Seiten einplanen
Gehen Sie davon aus, dass die Treppe auf beiden Seiten mit einem Geländer ausgestattet sein muss. Eine Lösung mit einem Geländer nur auf einer Seite stellt eine Ausnahme dar, die gesondert geprüft werden muss.
Soll die Treppe ein neues Geländer oder eine neue Handlaufstange bekommen?
Geben Sie die Maße der Treppe an und ob es sich um eine Innen- oder Außentreppe handelt – dann hilft Ihnen der Kundenservice dabei, eine Lösung zu finden, die der Neigung der Treppe entspricht.
Maßgefertigt und hergestellt in Ängelholm.
Häufig gestellte Fragen zu den Maßen von Treppenstufen
Hier findest du kurze Antworten zu Stufenhöhe, Stufentiefe, der Treppenformel sowie zu den Abständen zwischen Stufen und Geländern.
Wie hoch sollte eine Treppenstufe sein?
In Innenräumen sind 16 bis 18 Zentimeter für die meisten Menschen ausreichend. Diese Maße entsprechen der branchenüblichen Praxis und den ergonomischen Vorgaben, stellen jedoch keine Vorschrift dar.
Was ist die Treppenformel?
Die Summe aus der Stufenhöhe und der Stufentiefe sollte etwa 63 Zentimeter betragen. Dies ist eine Faustregel für bequemes Gehen, keine gesetzliche Vorschrift.
Wie tief soll die Treppenstufe sein?
Mindestens 25 Zentimeter im Innenbereich sind ein üblicher Richtwert, damit der Fuß Platz hat. Im Außenbereich sind 30 bis 35 Zentimeter üblich.
Dürfen die Stufen unterschiedlich hoch sein?
Nein, in der Praxis nicht. Eine unregelmäßige Stufe ist eine häufige Ursache für Stürze auf Treppen, da sie den Gangrhythmus unterbricht, an den sich der Fuß bereits gewöhnt hat.
Was gilt für den Abstand zwischen den Sprossen?
Die Öffnung zwischen den Stufen darf höchstens 100 Millimeter betragen, wenn sich dort Kinder unter sechs Jahren ohne ständige Aufsicht aufhalten können.
Ist ein Handlauf auf beiden Seiten erforderlich?
Handläufe auf beiden Seiten sind heute die Regel. Ein Handlauf nur auf einer Seite ist eine Ausnahme, die je nach Gestaltung und Nutzung der Treppe geprüft werden muss.
Passt ein Seilgeländer zu einer Treppe?
In Eingangsbereichen können Seilgeländer gut geeignet sein, jedoch nicht in dem Teil eines Geländers, der das Klettern verhindern soll und in dem sich kleine Kinder aufhalten. Horizontale Seile können Halt bieten.

