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Befestigung in Beton, Stein, Stahl und Gips

Ein Geländer ist niemals stabiler als der Untergrund, auf dem es befestigt ist. Das ist das wichtigste Prinzip bei der Wahl der Befestigung.

Holz ist der häufigste Untergrund bei unseren Kunden, und im Lieferumfang aller Glasgeländer sind Schrauben zur Befestigung in Holz enthalten. Für Beton, Stein, Ziegel, Stahl, Leichtbeton und andere Untergründe muss die Befestigung hingegen separat ausgewählt werden.

Es reicht also nicht aus, einfach nur eine starke Schraube zu wählen. Die Befestigung muss zum Material hinter dem Geländerpfosten oder -fuß passen und die Last auf einen tragenden Teil der Konstruktion übertragen können.

Edelstahl-Handlauf, montiert an einer Betontreppe, wobei die Befestigung an die Betonqualität und den Randabstand angepasst werden muss
Je nachdem, ob der Untergrund aus Holz, Beton, Ziegel, Stahl oder einer leichten Wandkonstruktion besteht, kann für ein und dasselbe Geländer völlig unterschiedliche Befestigungen erforderlich sein.

Auf den Untergrund kommt es an, nicht auf die Schraube

Derselbe Pfosten, derselbe Fuß und dieselbe Belastung können je nach dem Material, in dem das Geländer montiert werden soll, völlig unterschiedliche Befestigungen erfordern.

Der Unterschied liegt nicht in erster Linie darin, wie fest das Material zu sein scheint, sondern darin, wie es sich um das Bohrloch herum verhält, wenn die Befestigung belastet wird.

Massivbeton
Verteilt die Kraft normalerweise gleichmäßig um das Bohrloch herum, jedoch müssen der Randabstand und eventuelle Bewehrungen berücksichtigt werden.
Lochstein
Weist hinter der Oberfläche Lufttaschen auf, wodurch einem herkömmlichen Spreizdübel möglicherweise das Material fehlt, an dem er sich abstützen kann.
Leichtbeton
Ist porös und kann zerbröckeln, wenn die Befestigung zu fest angezogen wird oder sich die Belastung auf eine kleine Fläche konzentriert.
Stahl
Müssen in der Regel mit Gewinden versehen oder durchbohrt werden, damit die Kraft von der richtigen Schraube, Mutter und Stahlgüte aufgenommen wird.

Was gilt für die einzelnen Materialien?

Die Befestigung muss entsprechend dem tragenden Untergrund ausgewählt werden. Die Tabelle zeigt, was in der Regel funktioniert und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten.

GrundlageWas normalerweise funktioniertWorauf man achten sollte
Holz Schraube in einen Balken, eine Tragleine oder einen Randbalken. Die Befestigung darf niemals ausschließlich in der Terrassendiele sitzen.
Massivbeton Expansionsanker oder chemischer Anker. Überprüfen Sie den Randabstand und die Anordnung der Bewehrung.
Lochstein und Ziegel Chemischer Anker mit Sieb. Ein gewöhnlicher Dübel kann sich in einem Hohlraum ausdehnen, ohne Halt zu finden.
Leichtbeton Chemischer Dübel oder Befestigungselement, das speziell für Leichtbeton vorgesehen ist. Das Material kann zerbröckeln, wenn die Befestigung zu fest angezogen wird.
Stahl Durchgehende Schraube oder korrekt dimensionierte Gewindebohrung. Verwenden Sie Schrauben der richtigen Qualität und Abmessung – nicht einfach irgendwelche Schrauben.
Gips und Leichtbauwand Befestigung an Stützbalken oder an einer dahinter liegenden tragenden Platte. Die Gipskartonplatte selbst darf das Geländer oder den Handlauf nicht tragen.
Vergleichen Sie die Unterlagen

Massivbeton

Bei der Befestigung in massivem Beton gibt es zwei gängige Verfahren. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie die Befestigung den Beton rund um das Bohrloch belastet.

Expanderanker

Ein Spreizanker wirkt, indem er nach außen gegen die Wände des Bohrlochs drückt. In Beton von guter Qualität kann er eine hohe Tragfähigkeit bieten.

Die nach außen gerichtete Kraft bedeutet zugleich, dass ein ausreichender Abstand zur Betonkante vorhanden sein muss. Sitzt der Anker zu nah, kann sich eine Ecke oder ein Teil der Kante ablösen.

Chemischer Anker

Ein chemischer Dübel wird mit einer Masse im Bohrloch verankert und bewirkt keine vergleichbare Ausdehnung nach außen im Beton.

Es wird daher häufig eingesetzt, wenn der Randabstand gering ist, die Bewehrung nahe an der Oberfläche liegt oder die Qualität des Betons ungewiss ist.

Überprüfen Sie stets die technischen Daten der Befestigung.

Welcher Randabstand, welche Bohrtiefe und welcher Abstand zueinander erforderlich sind, hängt von der gewählten Befestigung, den Abmessungen und den Eigenschaften des Betons ab. Die entsprechenden Angaben finden sich in der technischen Dokumentation des Herstellers und sind vor dem Anbringen der Bohrlöcher zu überprüfen.

Maße, die Sie beim Neubau benötigen

Wenn Sie eine neue Terrasse bauen oder eine neue Bodenplatte gießen, ist es ratsam, die Lochanordnung der Geländerfüße im Voraus zu kennen. So können die Balken und die Bewehrung so platziert werden, dass die Befestigung von Anfang an korrekt erfolgt.

Aluminiumfuß 80 mm
Der Abstand zwischen den Schraubenlöchern am Aluminiumfuß beträgt 80 Millimeter.
Edelstahlfuß 75 mm
Der Abstand zwischen den Schraubenlöchern am Fuß aus Edelstahl beträgt 75 Millimeter.
Praktische Konsequenz
Setzen Sie das Brett so an, dass beide Schraubenlöcher in tragendes Holz treffen. Eine Befestigung, bei der nur eines der Löcher festen Halt findet, bietet nicht die gleiche Stabilität.
Beim Gießen
Planen Sie die Position der Stützen, bevor die Bewehrung verlegt wird. Dadurch verringert sich das Risiko, dass die Bohrlöcher direkt über den Bewehrungsstäben liegen.

Handlauf im Innenbereich

Ein Handlauf sieht zwar einfach aus, ist aber ein Sicherheitselement. Die Befestigung muss halten, wenn sich jemand am Handlauf festhält, um einen Sturz zu verhindern.

Wandmontierter Handlauf in einer Innentreppe, bei der die Konsolen in Ständer oder einer dahinterliegenden tragenden Platte verankert werden müssen
Tragende Befestigung

Die Konsolen müssen auf die Stützbalken treffen

Die Kraft ist deutlich größer, wenn eine Person plötzlich die Handlaufstange festgreift, als wenn die Hand nur daran entlanggleitet. Deshalb muss jede Halterung an einem tragenden Teil der Wand verankert werden.

Wenn die Konsolen nicht an den Stellen angebracht werden können, an denen sich die Ständer befinden, besteht die Lösung darin, zunächst eine hintere Platte zu montieren, die sich über mehrere Ständer erstreckt. Die Konsolen des Handlaufs werden dann an dieser Platte befestigt.

Eine Befestigung ausschließlich in Gipskarton reicht nicht aus

Die Gipskartonplatte kann als Oberflächenbeschichtung dienen, darf jedoch nicht die Belastungen aufnehmen, denen ein Handlauf ausgesetzt sein kann.

Erfahren Sie mehr über die Montage von Handläufen an Treppen

So geht’s – Schritt für Schritt

Bestimmen Sie zunächst den tragenden Untergrund. Wählen Sie anschließend die Befestigung, die Position und die Abmessungen entsprechend den Materialeigenschaften und der technischen Dokumentation der Befestigung aus.

  1. Finden Sie heraus, worum es sich bei der Grundlage tatsächlich handelt

    Verlassen Sie sich nicht allein darauf, wie die Oberfläche aussieht. Hinter Putz, Vertäfelung oder Lattenrost kann sich ein ganz anderes tragendes Material verbergen.

  2. Bohren Sie ein Probeloch, wenn Sie sich nicht sicher sind.

    Anhand der Farbe und Struktur des Bohrmehls kannst du beispielsweise zwischen Massivbeton, Ziegel, Leichtbeton und anderen Materialien unterscheiden.

  3. Wählen Sie die Befestigungsart entsprechend dem Untergrund aus

    Verwenden Sie nicht einfach irgendeine Schraube oder einen Dübel, die Sie zufällig zu Hause haben. Die Befestigung muss sowohl für das Material als auch für die Belastung, der das Geländer ausgesetzt ist, geeignet sein.

  4. Den Randabstand überprüfen

    Lesen Sie die technischen Daten der Befestigung durch, bevor Sie die Bohrlöcher anbringen. Die Anforderungen variieren je nach Ankerart, Abmessung und Beschaffenheit des Untergrunds.

  5. Einen Punkt markieren

    Montieren und belasten Sie eine Befestigung erst, wenn der Untergrund alt, gemauert oder von unbekannter Qualität ist. Fahren Sie nicht mit den restlichen Arbeiten fort, bevor das Ergebnis beurteilt wurde.

  6. Überprüfen Sie das Lochbild

    Stellen Sie sicher, dass alle Schraubenlöcher in tragendes Holz treffen und dass die Positionierung nicht mit Bewehrungen, Installationen oder einer vorhandenen Befestigung kollidiert.

  7. Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie sich hinsichtlich der Tragfähigkeit unsicher sind

    Lassen Sie den Untergrund von einem Statiker begutachten, wenn die Tragfähigkeit unbekannt, beeinträchtigt oder schwer zu überprüfen ist. Eine allgemeine Faustregel kann eine Begutachtung der tatsächlichen Konstruktion nicht ersetzen.

Persönliche Beratung

Sind Sie sich nicht sicher, welche Befestigung Ihr Untergrund erfordert?

Sagen Sie uns, wo das Geländer angebracht werden soll, dann wird der Kundenservice die verschiedenen Möglichkeiten mit Ihnen durchgehen und Ihnen helfen, eine Lösung zu finden, die zum Untergrund passt.

Alle Produkte werden in unserer RISE-zertifizierten Fabrik in Ängelholm nach Maß gefertigt.

Häufig gestellte Fragen zur Befestigung

Hier finden Sie kurze Antworten zum Thema Befestigung in Holz, Beton, Porenbeton, Leichtbeton, Stahl und Gips.

Welche Schraube ist im Lieferumfang des Geländers enthalten?

Schraube zur Befestigung in Holz, da Holz der häufigste Untergrund ist. Bei anderen Materialien müssen Sie die Befestigung entsprechend dem jeweiligen Untergrund auswählen.

Wie befestigt man ein Geländer in massivem Beton?

Mit Expanderankern oder chemischen Ankern. Chemische Anker werden häufiger in Kantenbereichen und bei Untergründen von unsicherer Qualität verwendet.

Was gilt bei Porenbeton oder Leichtbeton?

In der Regel werden chemische Anker verwendet, die bei Lochsteinen durch ein Siebnetz ergänzt werden. Ein gewöhnlicher Dübel kann sich im Hohlraum ausdehnen, ohne ausreichenden Halt zu finden.

Kann ich einen Handlauf in Gips befestigen?

Nein. Die Befestigung muss an einem Balken oder einer dahinterliegenden tragenden Platte ansetzen, die sich über mehrere Balken erstreckt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Spreizanker und einem chemischen Anker?

Der Expanderanker drückt nach außen gegen die Bohrlochwände, während der Chemikalienanker festgeklebt wird. Daher können Chemikalienanker häufig bei geringeren Randabständen eingesetzt werden.

Welchen Lochabstand haben die Geländerfüße?

Der Abstand zwischen den Schraubenlöchern beträgt 80 Millimeter beim Aluminiumfuß und 75 Millimeter beim Edelstahlfuß. Dies sollte bereits bei der Planung des Tragwerks oder der Bewehrung berücksichtigt werden.

Woher weiß ich, dass die Befestigung hält?

Befestigen Sie zunächst einen Befestigungspunkt probeweise, bevor Sie die übrigen Teile montieren. Bei unsicherer Tragfähigkeit sollte ein Konstrukteur den Untergrund und die Befestigung begutachten.

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